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Notebooks für das Lenau Gymnasium in Timișoara

Notebook-Übergabe an den IT-Techniker

Einladen der Hilfsgüter zu Hause

Vor ein paar Wochen kam ein Hilferuf von Frau Wolf aus Timișoara, dass ein paar Notebooks endgültig unreparabel sind und damit der Schulbetrieb ins Stocken kommt. Das kann man sich in Deutschland nicht vorstellen. Immerhin gehört das Gymnasium zu den Besten in Rumänien, aber es sind einfach keine Mittel da. Es war nur wenig Zeit, zwischen der Information und der Abfahrt zu meiner diesjährigen Rumänienreise. Immerhin 6 Notebooks kann ich in der kurzen Zeit noch auftreiben.
Weil das alte Schulgebäude endlich saniert wird, wurde die Schule zwischenzeitlich ausgelagert. Ein wenig schade finde ich es für meine Begleiter schon, denn ich hätte ihnen gerne gezeigt, wie unterschiedlich die Ausstattung der Gymnasien in Deutschland und in Rumänien doch ist. Für die Schüler und Lehrer vor Ort freut es mich. Die ausgelagerte Schule hat ein Zuhause in der Niederlassung eines Automobilclubs gefunden, nicht weit von der Hauptstraße weg, die nach Timișoara hineinführt.

Parken im Pausenhof

Zusammen mit Maren, Marion, Rebecca und Jürgen, die mich bei dieser Reise begleiten, haben wir für einen Kindergarten und für ein Gesundheitszentrum gesammelt. Dann schieben wir halt noch einen dritten Termin für ein Hilfsprojekt ein. Alle sind sofort damit einverstanden.

Frau Wolf hatte mit am Telefon angeboten, dass wir im Pausenhof die Autos abstellen können – ein weiterer Vorteil gegenüber dem alten Standort, da ist es immer eng, erst recht für zwei Autos mit Anhänger. Maren öffnet das Tor, wir rollen auf den Hof. Der Hausmeister kommt auf mich zu. als ich ihm erkläre, dass ich einen Termin mit ‚Doammna‘ Wolf habe, weiß er Bescheid und zeigt uns den Weg ins Rektorat.

Gespräch im Rektorat

Die Sekretärin empfängt uns. Frau Wolf hat gerade in einem weiteren Schulgebäude noch Unterricht, wird aber kurz per Handy über unsere Ankunft informiert. Für uns gibt es derweil Kaffe, Kaltgetränke und Kekse. Frau Wolf betritt den Raum, gefolgt vom IT-Techniker der Schule. Ich übergebe die Notebooks, der Techniker ist hellauf begeistert, dass ich auch wieder ein paar Dell dabei habe. Die sind einfach die besten meint er, robust und langlebig. In Deutschland würde ich mit den – noch nichtmal 64bit-fähigen Systemen – niemand hinter dem Ofen hervorlocken können.

Wir sitzen noch ein wenig zusammen, ich bitte Frau Wolf, sie möge ein wenig über das Schulsystem in Rumänien erzählen. Das tut sie auch und beantwortet auch bereitwillig die Zwischenfragen von uns. Es ist immer wieder schön für mich, wenn ich meine Mitfahrer für Hilfsprojekte begeistern kann und diese im Gegenzug dafür auch etwas von der Geschichte und Kultur des bereisten Landes mit nach Hause nehmen können.

Wir stören den Physikunterricht 😉

Wir fragen, ob wir auch mal eine Klasse ansehen dürfen – kein Problem. Als wir das Klassenzimmer betreten, springen alle auf ud begrüßen erst die Frau Wolf und – nachdem sie uns vorgestellt hat – auch uns. Hier wird noch viel Wert auf die Vermittlung von Achtung und Respekt untereinander gelegt. Es wird gerade Physik unterrichtet, was ich aber nur aufgrund der Erklärung von Frau Wolf und vielleicht noch dem Inhalt der Tafel erkenne. Ein paar Informationen hin und her, dann schellt die Pausenglocke.

Der Junge, der gerade an der Tafel stand, als wir reinkamen, ist sichtbar erleichtert, aber auch sonst löst die Glocke das gleiche Verhalten aus wie wohl in allen Schulen der Welt – es gibt kein Halten mehr.
Frau Wolf zeigt uns noch weitere Klassenräume, dann verabschieden wir uns.

Information über das rumänische Schulsystem

Wir dürfen die Autos stehen lassen, ich will die Gelegenheit nutzen und meiner Gruppe noch kurz ein paar Eckpunkte in Timișoara zeigen. Im Pausenhof stehen einige Mädels und Jungs neugierig um unsere Motorräder, Handys werden gezückt und Selfies gemacht. Wir laden sie ein, sich dazu auf die Motorräder zu setzen, das trauen sie sich aber doch nicht.

Somit haben wir das erste Hilfsprojekt unserer Reise abgewickelt.

Wir gehen noch in die Stadt, wo ich meinen Begleitern eine kurze Stadtführung gebe. Timișoara ist eine bedeutende Stadt in der Rumänischen Geschichte – nicht nur, was die Zuwanderung durch die Banater-Schwaben betrifft. Hier begann 1989 auch die Revolution, die letztendlich zum Sturz Ceaușescus führte.

Pause

 

Einen Tagebucheintrag über den kompletten Tag findest Du hier – klick

 

 

Fred: